Content Audit – wieso, weshalb, warum?

Was ist eigentlich ein Content Audit und was sind die Vorteile dieser detaillierten Analyse der eigenen Inhalte? Dieser Blogpost verrät die Vorteile der Methode.

Der Content Audit kann in erster Linie als Bestandsaufnahme beschrieben werden. Die Methode dient dazu, aufzuzeigen, welche Inhalte es überhaupt gibt und kann mit beliebig viele Fragestellungen rund um diese ergänzt werden. Der Content Audit geht dabei einen Schritt weiter als der Content Inventory, denn dieser ermöglicht die qualitative Analyse der Inhalte.

Ein Audit kann sich beispielsweise unter anderem mit der bestehenden Navigation (und deren Benennung), mit einer bestimmten Kategorie oder auch nur mit einzelnen Content-Typen auseinandersetzen.

Miriam Löffler, Think Content

Folgende Faktoren sind etwa für den Content Audit einer Website von Bedeutung:

  • Um welche Art von Inhalt handelt es sich (Bild, Video, Text)?
  • Wie lautet die konkrete URL?
  • Wer ist für den Inhalt zuständig?
  • Wann wurde dieser veröffentlicht?
  • Wann wurde dieser zuletzt aktualisiert?
  • ….

Wozu wird ein Content Audit benötigt?

Wie bereits im Titel verraten, beantwortet der Content Audit die Fragen: Wieso, Weshalb und Warum. Wieso werden bestimmte Inhalte nicht gefunden? Weshalb sollten bestimmte Texte überarbeitet werden und warum sollten diverse Beiträge vollständig gelöscht werden.

Es gibt verschiedenste Gründe, warum ein Content Audit durchgeführt werden sollte. So zeigt dieser etwa auf, ob die verwendeten Inhalte relevant sind, ob diese der Tonalität der Marke entsprechen, ob es Duplicate Content gibt oder welche Inhalte fehlen. Außerdem entwickelt man durch einen umfangreichen Content Audit ein Gespür für die eigenen Inhalte. Die Content Strategin Paula Land argumentiert folgendermaßen:

Content projects exist in a business context. Whatever your reasons for auditing, the larger reason ist that the business wants the content to achieve something.

Paula Land, Content Audits and Inventories

Demnach sollte diese Bestandsaufnahme stets unter Beachtung der Unternehmensziele durchgeführt werden. Ein solches Ziel kann beispielsweise der Relaunch einer Website, ein Redesign oder die Einführung eines neuen Content-Management-Systems sein. Es ist daher unumgänglich, vorab festzulegen, welche messbaren Ziele im Rahmen des Audits erreicht werden sollen.

Sobald der Grund und somit auch der Umfang des Content Audits festgelegt wurde, kann zwischen verschiedenen Arten eines Audits gewählt werden. Denn diese Methode ist so individuell, wie jedes Unternehmen sie benötigt.

Für einen Content Audit wird nicht unbedingt ein teures Tool benötigt. Die klassische Excel-Tabelle dient als Grundlage für die Bestandsaufnahme.

Welche Arten von Content Audit gibt es?

Es gibt zwei Arten von Content-Audits: die quantitative und die qualitative Prüfung der Inhalte. Bei dem quantitativen Audit geht es primär darum, einen Gesamteindruck der Menge der vorhangenden Inhalte zu erlangen. Dabei werden die Inhalte in einer Excel-Tabelle gesammelt und anschließend auf Ihre Aktualität, Länge, oder Aufbereitung geprüft. Ein quantitativer Audit sollte demnach vor der qualitativen Bewertung durchgeführt werden. Miriam Löffler (Think Content, 2014) unterscheidet zwischen drei Formen:

  • Der komplette Audit umfasst alle Seiten und Inhalte einer Webseite.
  • Der partielle Audit umfasst einen vorab definierten Teilbereich.
  • Der fokussierte Audit beschäftigt sich im Detail mit einzelnen Inhalten.

Qualitativer Content Audit

Ein qualitativer Content Audit kann etwa durchgeführt werden, um festzulegen, ob die Inhalte auf der Website auch der Brand Message entsprechen. Im Zuge dessen wird jeder Inhalt nach den Kriterien bewertet. Die festgelegten Kriterien könnten etwa „zeitlos“, „detailliert“ oder „modern“ sein. Je nachdem, welche Werte das Unternehmen widerspiegeln möchte. Im zweiten Schritt sollten jene Inhalte, die diesen Kriterien nicht entsprechen, genauer analysiert werden und in weiterer Folge adaptiert oder ausgetauscht werden.

Der Competitive Audit

Ein Konkurrenz-Audit ist eine Subkategorie von sogenannten ‚Content-Audits’ im Allgemeinen. Paula Ladenburg Land (2014, S. 73) beschreibt die Vorteile der Methode:

Auditing it against your competitors’ site gives you an extra lens through which to assess effectiveness and identify gaps and tactical needs.

Paula Ladenburg Land, Content Audits and Inventories

Um einen Competitive Audit durchzuführen, müssen vorab unterschiedliche Konkurrenten ausgewählt werden sowie die Kriterien, welche hier bewertet werden. Dabei kann der gesamte Webauftritt, aber beispielsweise auch nur die Social Media Performance betrachtet werden. Diese detaillierte Form der Konkurrenzanalyse kommt besonders im Marketing zum Einsatz.

Diese zwei Beispiele sind nur ein kleiner Einblick in die Welt der Content Audits. Alle Arten und Methoden aufzulisten, würde den Rahmen dieses Blogposts sprengen. Allerdings gibt es zu dem Thema sehr gute Bücher, die ich auf alle Fälle empfehlen kann:

  • Content Audits and Inventories – Paula Ladenburg Land
  • Think Content – Miriam Löffler
  • Content Strategy at Work – Margot Bloomstein
  • Die Content-Revolution – Eck, Eichmeier

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